ANTI-MONEY LAUNDERING (AML) (dt. Anti-Geldwäsche)

Was heißt „Anti Money Laundering – AML“?

AML bezeichnet eine Reihe von Verfahren, Gesetzen und Verordnungen, die dazu gedacht sind, das Generieren von Einnahmen durch illegale Aktivitäten zu unterbinden. Obwohl AML-Gesetze eine relativ begrenzte Anzahl and Transaktionen und kriminellen Aktivitäten betreffen, haben sie weitreichende Auswirkungen. Zum Beispiel schreiben AML-Vorschriften vor, dass Institutionen, die Kredite vergeben oder ihren Kunden ermöglichen, Konten zu eröffnen, einer Sorgfaltspflicht unterliegen, um zu gewährleisten, dass sie nicht bei Geldwäscheaktivitäten behilflich sind. Die Verpflichtung, diese Prozeduren durchzuführen, liegt hier bei den Institutionen, nicht bei den Kriminellen oder dem Staat.

AML-Gesetze und -Vorschriften zielen auf Aktivitäten ab, die z. B. Marktmanipulation, Handel mit illegalen Waren, Veruntreuung von öffentlichen Geldern und Steuerflucht umfassen, sowie alle Aktivitäten, um diese Taten zu verschleiern.

Geld, welches illegal durch Aktivitäten wie Drogenhandel erwirtschaftet wurde, muss gesäubert werden. Dazu lässt der Geldwäscher es eine Reihe von Schritten durchlaufen, um ihm den Anschein zu verleihen, es sei legal verdient worden. Sobald es Aufzeichnungen gibt, wie das Geld verdient wurde, hoffen die Kriminellen, dass es keine Aufmerksamkeit erregen wird.

Eine der häufigsten Methoden der Geldwäsche ist es, das Geld durch eine seriöse Firma zu schleusen, die vorwiegend mit Bargeld operiert und der kriminellen Organisation gehört. Geldwäscher können auch versuchen, Bargeld in andere Länder zu schmuggeln, kleinere Beträge einzuzahlen, oder andere Bargeld-Anlagen zu kaufen. Geldwäscher wollen oft investieren, und Broker brechen manchmal die Regeln, um größere Kommissionen zu erhalten.

Es liegt bei den Finanzinstituten, die Kredite vergeben oder ihren Kunden erlauben, Konten zu eröffnen, Kunden zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie nicht Teil eines Geldwäscheplans sind. Sie müssen überprüfen, aus welchen Quellen große Geldsummen stammen, verdächtige Aktivitäten überwachen, und alle Bargeld-Transaktionen über 10.000 USD anzeigen. Zusätzlich zur Einhaltung von AML-Gesetzen wird von Finanzinstituten erwarten, dass sie sicherstellen, dass ihre Kunden diese Gesetze kennen und sie darüber aufklären, ohne vom Staat explizit dazu aufgefordert zu werden.

AML-Regeln und -Vorschriften erfuhren weltweite Anerkennung als 1989 die Financial Action Task Force (FATF) gegründet wurde und internationale Standards für den Kampf gegen Geldwäsche setzte. Das Ziel von Gruppen wie der FATF ist es, die ethischen und wirtschaftlichen Vorteile eines rechtliche glaubwürdigen und stabilen Finanzmarktes zu erhalten und unterstützen.

Da Geld eine begrenzte Ressource ist, verhindert illegal und ohne Kontrolle angesammeltes Geld Kapital daran, in sozioökonomisch produktive Branchen zu fließen. Das Ungleichgewicht im Geldfluss führt zudem unweigerlich dazu, dass Geld nachgedruckt wird und verringert so die Kaufkraft einer Währung. Falls dies nicht unter Kontrolle gebracht wird, kann diese Inflation eine Wirtschaft lähmen und zerfressen.

Wie AML-Aktivitäten dabei helfen, Kriminalität zu verringern

Geldwäsche-Ermittlungen konzentrieren sich darauf, Finanzaufzeichnungen auf Inkonsistenzen oder verdächtige Aktivitäten hin zu untersuchen, und diese Aufzeichnungen stellen oft die Verbindung zwischen kriminellen Aktivitäten und den Tätern her. Im heutigen Regelungsumfeld werden ausführliche Aufzeichnungen zu fast jeder bedeutenden Transaktion angefertigt. Daher gibt es nur wenige Methoden, die effizienter dabei sind, die Identität eines Kriminellen aufzudecken, als die Aufzeichnungen von finanziellen Transaktionen aufzuspüren, in denen er involviert war.

Terroristen, das organisierte Verbrechen und Drogenschmuggler verlassen sich ausgiebig auf Geldwäsche um den Geldfluss für ihre illegalen Aktivitäten aufrecht zu erhalten. Wenn man Kriminellen die Möglichkeit nimmt, ihr Geld zu waschen, behindert man ihre kriminellen Aktivitäten dadurch, dass man ihnen den Geldhahn abdreht. Daher ist der Kampf gegen Geldwäsche eine hocheffektive Methode, um Kriminalität allgemein zu verringern.

Bei Raubüberfällen, Unterschlagungen oder Diebstählen kann das im Rahmen von Geldwäsche-Ermittlungen aufgespürte Geld oder Eigentum häufig wieder an die Opfer zurückgegeben werden. Wenn zum Beispiel Geld, das zur Verschleierung von Veruntreuung gewaschen wurde, entdeckt wird, kann es meist zur ursprünglichen Quelle zurückverfolgt werden. Zwar macht dies nicht das ursprüngliche Verbrechen ungeschehen, aber es kann die betroffenen Gelder wieder zurück in die richtigen Hände bringen und dem Zugriff der Täter entziehen.

Gruppen zur AML-Durchsetzung

Die FATF setzt die internationalen Standards im Kampf gegen Geldwäsche. Sie wurde 1989 von Staatschefs und Organisationen aus aller Welt gegründet und ist eine internationale Vereinigung von Regierungen, die Standard für den Kampf gegen Geldwäsche festlegt und die Durchsetzung dieser Standards unterstützt. Da Geldwäsche eine Art ist, wie Terroristen ihre Aktivitäten finanzieren, gehen Geldwäsche und Terrorismus Hand in Hand Die FATF befasst sich daher auch mit der Aufstellung und Implementation von Standards gegen Terrorismusfinanzierung und andere Gefahren für das internationale Finanzsystem.

Sie hat eine Reihe von Empfehlungen entwickelt, die im Februar 2012 angenommen wurden und den 35 Mitgliedsländern und zwei regionalen Organisationen ein umfassendes Bündel an Maßnahmen zur Implementation im Kampf gegen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Finanzierung der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen an die Hand geben. Die FATF unterstützt die Implementation dieser Maßnahmen, aber die Staatschefs jedes Mitgliedslandes führen diese Maßnahme auf der nationalen Ebene aus. Jedes Land muss die Maßnahmen anpassen, um sie für seine eigenen Umstände angemessen zu machen. Um die Mitglieder bei der Implementation der empfohlenen Anti-Geldwäsche-Maßnahmen zu unterstützen, liefert die FATF es ihnen Rat und Best Practices.

2000 begann die SATS ein Name-and-shame-System zu nutzen, welches öffentlich bekannt gab, welche Länder sich weigerten, umfassende AML-Gesetz zu verabschieden und durchzusetzen, und welche minimale bis keine Beteiligung in der internationalen Kampagne gegen illegale Geldaktivitäten zeigten.

Eine weitere internationale Gruppe, die sich an dem Kampf gegen Geldwäsche beteiligt, ist der International Monetary Fund (IMF). Mit 189 Mitgliederländern hat der IMF seine Aktivitäten gegen Geldwäsche seit 2000 weiter ausgebaut.
Die Ereignisse, des 11. September 2001 führten zu einer weiteren Verstärkung der Arbeit des IMF in diesem Bereich und begann eine Verbreiterung seine Ziele, sodass sie nun auch den Kampf gegen die Terrorismusfinanzierung einschließen. Kurz danach begann der IMF, die Compliance seiner Mitgliedsländer bezüglich der internationalen Standards gegen Terrorismusfinanzierung zu evaluieren.

Der IMF achtet besonders auf die Effekte von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf die Wirtschaften seiner Mitgliedsländer. Der IMF weist darauf hin, dass Menschen, die Geld waschen und Terrorismusfinanzierung, sich auf Länder mit schwachen rechtlichen und institutionellen Strukturen konzentrieren und diese Schwächen zu ihrem eigenen Vorteil nutzen, um Gelder zu bewegen. Der IMF ließ seinen Mitgliedern bei der Aufdeckung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung u. a. dadurch, dass er als internationales Forum für den Austausch von Informationen dient und Ländern dabei hilft, gemeinsame Lösungen gegen diese Probleme sowie effektive Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

Zudem hilft der IMF dabei, die Compliance jedes einzelnen Landes mit Maßnahmen gegen Geldwäsche zu evaluieren und Bereiche zu identifizieren, in denen Verbesserungen nötig sind. Der IMF konzentriert sich bei seiner Arbeit darauf, die Stärken und Schwächen der Finanzsektoren der Mitgliedsländer beim Befolgen der Empfehlungen der FATF zu bewerten und Mitgliedern die technische Unterstützung zu bieten diese benötigen, um ihre rechtlichen und finanziellen Institutionen zu stärken. Außerdem hilft er Mitgliedern dabei, politische Maßnahmen zu entwickeln, die die Compliance mit Empfehlungen der FATF durchsetzen sollen.

Kampf gegen die Terrorismusfinanzierung (CFT)

Definition

CFT involviert die Untersuchung, Analyse, Abschreckung um Stilllegung von Finanzierungsquellen für Aktivitäten, die darauf abzielen, politische, religiöse oder ideologische Ziele durch Gewalt und die Androhung von Gewalt gegen Zivilisten zu erreichen. Dadurch, dass die Finanzierungsquellen für terroristische Aktivitäten aufgespürt werden, können die Polizeibehörden möglicherweise einige dieser Aktivitäten verhindern. Anstatt zu versuchen, einen Kriminellen, der einen terroristischen Anschlag vorbereitet oder begeht, durch andere Maßnahmen wie zum Beispiel Überwachung aufzuspüren, den Polizeibehörden das Problem von der Seite des Geldes an, indem sie verdächtige Finanztransaktionen registrieren und alle Individuen und Organisationen, die in diese Transaktionen involviert sind, aufspüren.

CFT schließt desweiteren ein, Polizeibehörden finanzinvestigative Methoden beizubringen, Staatsanwälten beizubringen, wie man Geldwäschefälle gewinnt, und Aufsichtsbehörden beizubringen, wie man verdächtige Aktivitäten identifiziert. CFT-Maßnahmen können sich auf gemeinnützige Organisationen, Untergrundbanken und eingetragene Gelddienstleister beziehen, sowie weitere Organisationen.

CFT ist auch bekannt als „Counterfinancing of Terrorism“

Einzelheiten

Individuen und Organisationen, die Terrorismus finanzieren, müssten die Quelle und den Zweck des Geldes verbergen. Das Geld kann aus legalen Quellen stammen, wie z. B. legitime religiöse oder kulturelle Organisationen, oder aus illegalen Quellen, wie zum Beispiel Drogenschmuggel und Korruption. Das Geld kann auch aus einer illegalen Quelle stammen, aber durch Geldwäsche den Anschein haben, es käme aus einer legalen Quelle.

eldwäsche und Terrorismusfinanzierung hängen oft zusammen. Wenn die Polizeibehörden in der Lage sind, Geldwäsche zu identifizieren und zu verhindern, verhindern sie oft gleichzeitig die Nutzung diese Gelder zur Finanzierung von Terroranschlägen. Geldwäsche zu bekämpfen ist der Schlüssel für CFT. Nur ein kleiner Anteil des Geldes, das so Terrorismusfinanzierung genutzt wird, stammt von gemeinnützigen Organisation mit einem doppelten Zweck, während der Großteil von Untergrundbanken stammt, die auch Hawala genannt werden, sowie aus handelbasierter Geldwäsche und von Bargeldkurieren.

Finanzinstitutionen spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Terrorismusfinanzierung, da Terroristen oft auf das Finanzsystem, insbesondere Banken, zurückgreifen, um Geld zu transferieren. Gesetze, die Banken dazu verpflichten, ihre Kunden, sowohl alte als auch neue, sorgfältig zu überprüfen, und verdächtige Transaktionen, wie z. B. Bargeldtransaktionen von hohem Wert, den Behörden anzuzeigen, können dabei helfen, Terrorismus zu bekämpfen.

Ein weiteres Argument für CFT ist, dass die Nutzung des Finanzsystems durch Kriminelle, die an Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung beteiligt sind, eine Bedrohung für die Stabilität des Finanzsystems sind. Die Allgemeinheit verliert unter Umständen das Vertrauen in die Integrität des Finanzsystems, wenn das System nicht in der Lage ist, illegale Aktivitäten aufzuspüren.

Financial Intelligence Units (FIU) und grenzüberschreitender Informationsaustausch zwischen Ländern tragen ebenfalls zu CFT bei. FIUs sind spezialisierte Behörden, die Berichte von potentielle Verdächtigen Finanztransaktionen, die von Individuen und Institutionen eingereicht werden, nachgehen. FIUs reichen dann Informationen über die Transaktionen, die weiter untersucht werden sollten, an die Polizeibehörden weiter.

Die FATF, welche aus 35 Ländern und zwei regionalen Organisationen (die Europäische Kommission und der Golf-Kooperationsrat) besteht, bekämpft Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung dadurch, dass sie standardisierte Prozesse schafft, um Bedrohungen des internationalen Finanzsystems aufzuhalten. Wenn es Unterschiede bei AML- und CFT-Gesetzen zwischen Ländern gibt, insbesondere, wenn einige Länder schwächere Kontrollen als andere haben, werden Terroristen die Finanzsysteme dieser Länder ausnutzen, um im Verborgenen Gelder zu bewegen. Dadurch, dass standardisierte Prozeduren für den Finanzsektor, die Strafgerichte, und bestimmte Unternehmen und Berufsgruppen geschaffen werden, wird es schwieriger, Terrorismusfinanzierung zu verstecken. Die FATF sammelt und teilt zu den Informationen über aktuelle Trends im Bereich der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung und arbeitet eng zusammen mit dem IWF, der Weltbank, und der UN.

Jeder, der bewusst Geld für die Ausführung eines Terroranschlag bis zur Verfügung stellt, egal ob direkt oder indirekt, macht sich der Terrorismusfinanzierung schuldig. Da Terroristen verschiedene Methoden, auch Typologien genannt, verwenden, um ihre Aktivitäten zu finanzieren und die Quellen ihrer Finanzierung zu verbergen, und diese an die Wirtschaft vor Ort anpassen, müssen die Aufsichtsbehörden und die Polizeibehörden viele verschiedene Methoden anwenden, um diesen Kriminellen zu fassen.

Was ist ein SAR?

Ein SAR ist ein „Suspicious Activity Report” (dt. Bericht über verdächtige Aktivitäten), eine Informationen, die Polizeibehörden alarmiert, dass bestimmte Kundenaktivitäten in einer gewissen Weise verdächtig sind und möglicherweise auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung hindeuten.

Verdachtsgründe

Einen SAR einzureichen, liefert Polizeibehörden wertvolle Informationen über mögliche kriminelle Aktivitäten. Zudem schützt es Sie, Ihre Organisation und finanzielle Institutionen davor, Gewinne aus kriminellen Aktivitäten zu waschen. Indem sie einen SAR einreichen, erfüllen sie zudem eventuelle gesetzliche Berichtspflichten. Wann reiche ich einen SAR ein? Soweit sie wissen oder den Verdacht hegen, dass eine Person in Geldwäsche oder in den Handel mit illegalen Gütern involviert ist, müssen sie einen SAR einreichen. Muss ich einen SAR einreichen, selbst wenn ich nicht im betroffenen Bereich arbeite? Selbst wenn sie nicht in den betroffenen Bereichen arbeiten, sind sie unter Umständen verpflichtet, einen SAR einzureichen. Sie begehen möglicherweise eine Straftat, wenn Sie:

  • von Geldwäscheaktivitäten oder kriminellen Vorgängen wissen oder einen Verdacht hegen
  • andere dabei unterstützen, diese durchzuführen
  • keinen SAR einreichen. Die Einreichung eines SAR liefert eine Verteidigung gegen das Vorgehen eines Verbrechens im Bereich der Geldwäsche.“

Ein „Suspicious Activity Report“ (SAR) oder „Suspicious Transaction Report“ (STR) ist ein Hinweis von einer Finanzinstitution auf eine verdächtige oder potenziell verdächtige Aktivität. Der Hinweis wird bei der Finanzaufsichtsbehörde des jeweiligen Landes eingereicht, die üblicherweise eine spezialisierte Behörde ist, die Transaktionen sammelt und analysiert und diese dann an die zuständigen Polizeibehörden weiterleitet. Angestellte in Finanzinstitutionen haben die Pflicht, möglicherweise verdächtige Transaktionen zu identifizieren und bei einer zuständigen Person anzuzeigen, die dann dafür zuständig ist, diese Hinweise weiterzureichen.

Die Finanzinstitutionen sind nicht berechtigt, den Kunden oder andere Beteiligte der Transaktion darüber zu informieren, dass ein SAR eingereicht wurde.

Die Grundlage eines stabilen AML-Compliance-Programms ist die Verabschiedung und Implementation umfassender Richtlinien, Prozeduren und Abläufe im Bereich „Customer Due Diligence“ (CDD) für alle Kunden, insbesondere diejenigen, bei denen ein höheres Risiko für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung besteht. Das Ziel von CDD sollte sein, der Bank mit relativer Sicherheit vorherzusagen, welche Arten von Transaktionen ein Kunde vermutlich durchführen wird. Diese Prozesse helfen der Bank dabei festzustellen, ob Transaktionen potenziell verdächtig sind. CDD fängt damit an, dass die Identität des Kunden verifiziert wird, und die Riesen können, die mit diesen Kunden verbunden sind, eingeschätzt werden. Diese Prozesse sollten auch verstärkte CDD für Kunden mit höherem Risiko vorsehen sowie eine andauernde Überprüfung der Kundenbasis.

Effektive CDD-Richtlinien, -Prozeduren und -Abläufe bilden den notwendigen Rahmen, der Banken in die Lage versetzt, gesetzliche Erfordernisse einzuhalten und verdächtige Aktivitäten anzuzeigen. CDD-Richtlinien, -Prozeduren und -Abläufe sind entscheidend für Banken, da sie dabei helfen können:

Ungewöhnliche oder verdächtige Transaktionen, die die Bank möglicherweise finanziellen Verlusten, höheren Ausgaben oder einer Rufschädigung aussetzen, aufzuspüren und anzuzeigen.

Belastungen für die Bank durch Individuen, die versuchen, die Produkte oder Dienste der Bank für illegale Zwecke zu nutzen, zu vermeiden.
Sichere und vernünftige Verfahren in der Bank einzuhalten.

Hinweise für CDD

Richtlinien, Prozeduren und Abläufe für AML sollten CDD-Vorkehrungen umfassen, die:

  • dem AML-Risikoprofil der Bank entsprechen, mit besonderem Augenmerk auf Kunden mit höherem Risiko.
  • eine klare Verschriftlichung der Erwartungen der Unternehmensführung enthalten und genaue Verantwortlichkeiten der Angestellten etablieren, insbesondere die Zuständigkeit für die Zuteilung oder Änderung der Risikoeinschätzung für Kunden.
  • sicherstellen, dass die Bank über genügend Kundeninformationen verfügt, um ein effektives System zur Überwachung von verdächtigen Aktivitäten einzurichten.
  • Handlungsempfehlungen für die Dokumentation der im Rahmen der Sorgfaltsprozedur erstellten Analysen, insbesondere auch Handlungempfehlungen für Problemlösungen, wenn unzureichende oder unrichtige Informationen eingeholt werden.
  • Sicherstellen, dass die Bank Bestandskundendaten aktuell hält.

Kundenrisiko

Die Unternehmensleitung sollte ein gutes Verständnis der Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsrisiken der Kundenbasis der Bank haben. Zu diesem Zweck sollte die Bank bei der Kontoeröffnung ausreichende Informationen einzuholen, um ein Profil von normalen und erwartbaren Aktivitäten für den Beruf oder die geschäftlichen Aktivitäten des Kunden zu entwickeln. Dieses Profil kann auch auf der Kontoart oder einer Kundenklassifikation basieren.

Diese Informationen sollten es der Bank erlauben, das Risikoprofil des Kunden bei der Kontoeröffnung festzustellen. Banken sollten auch ihre Kunden mit niedrigerem Risiko durch regelmäßige Überwachung auf verdächtige Aktivitäten und Sorgfaltsprozeduren überprüfen. Falls es Indikatoren für eine mögliche Änderung im Risikoprofil eines Kunden gibt (z. B. erwartete Kontoaktivität, Berufswechsel), sollte die Unternehmensleitung die Risikoeinstufung des Kunden neu bewerten und dabei die etablierten Richtlinien befolgen.

Ein Großteil der CDD-Informationen kann durch Auskunfteien, Bankreferenzen, Korrespondenz und Telefonanrufe mit dem Kunden, und Besuche am Arbeitsplatz des Kunden erhalten werden. Weitere Schritte können die Einholung von Drittreferenzen oder die Suche nach öffentlichen Informationen (z. B. Internet oder kommerzielle Datenbanken) sein.

CDD-Prozesse sollten regelmäßige risikobasierte Überprüfungen der Kundenbeziehungen beinhalten, um festzustellen, ob sich signifikante Änderungen der ursprünglichen CDD-Informationen ergeben haben.
Verschärfte Sorgfaltspflicht für Kunden mit höherem Risiko Customers
Kunden, die ein höheres Risiko für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung aufweisen, stellen ein Gefahrenpotential für die Bank dar. Demzufolge sollten entsprechende Verfahren für solche Kunden verschärft werden. Verschärfte Sorgfaltsfplicht (engl. enhanced due diligence, EDD) für Kunden mit erhöhtem Risiko ist insbesondere wichtig, um deren erwartete Transaktionen zu verstehen und ein Überwachungssystem zu implementieren, das die Risiken für den Ruf, die Compliance und Transaktionen einer Bank reduziert. Kunden mit erhöhten Risiko und ihre Transaktionen sollten schon ab der Kontoeröffnung genauer untersucht werden, und auch häufiger während der Dauer der Geschäftsbeziehung mit der Bank.

Identifizierung von spezifischen Risikokategorien

Der erste Schritt der Risikobewertung ist es, die für die Bank einzigartigen Produkte, Dienstleistungen, Kunden, Organisationen und geographischen Orte zu identifizieren. Obwohl Versuche, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder andere illegale Aktivitäten durch eine Bank abzuwickeln, aus verschiedenen Quellen kommen können, können bestimmte Produkte, Dienstleistungen, Kunden, Organisationen und Orte anfälliger hierfür sein oder in der Vergangenheit bereits von Geldwäschern und Kriminellen ausgenutzt worden sein.

Abhängig von den spezifischen Eigenschaften des jeweiligen Produktes, Dienstleistung oder Kunden sind die Risiken nicht immer die gleichen. Verschiedene Faktoren wie z. B. die Anzahl und das Volumen der Transaktionen, Orte und Art der Kundenbeziehung sollten in die Risikobewertung einbezogen werden. Es sollte auch berücksichtigt werden, wie die Bank mit dem Kunden interagiert (persönlich oder via Online-Banking). Aufgrund dieser Faktoren werden Risiken von Bank zu Bank verschieden sein.

Die Bank kann aufgrund der Aktivitäten des Kunden feststellen, dass ein Kunde ein höheres Risiko darstellt. Falls dem so ist, sollte die Bank in Erwägung ziehen, folgende Informationen über den Kunden einzuholen:

  • Zweck des Kontos
  • Quelle des Geldes
  • Beruf oder Branche
  • Finanzinformationen
  • Bankreferenzen
  • Wohnsitz
  • Räumliche Nähe des Wohnsitzes, der Arbeitsplatzes oder Unternehmenssitzes zur Bank
  • Beschreibungen des hauptsächlichen Betätigungsfeldes des Kunden und ob internationale Transaktionen häufig erwartet werden
  • Beschreibung der Geschäftsaktivitäten, des erwarteten Volumens an Währungsverkäufen und anderen Verläufen, und eine Liste größerer Kunden und Lieferanten
  • Erklärungen für Änderungen in Kontoaktivitäten

KYC (Know Your Customer) Richtlinie

ACHTUNG:
Diese unverbindliche deutsche Übersetzung dient allein der besseren Verständlichkeit für unsere Kunden. Nur die englische Version ist rechtlich bindend.

Wie in den AGB beschrieben, sind alle Kunden verpflichtet, die folgenden Unterlagen einzureichen, um ihr TradeToro-Konto zu bestätigen:

  • Identitätsnachweis:
    Bitte reichen Sie die Vorder- und Rückseite eines gültigen Lichtbildausweises ein (Pass, Führerschein, Personalausweis).
  • Wohnsitznachweis:
    Bitte reichen Sie eine Stromrechnung oder einen Kontoauszug ein, der nicht älter als 3 Monate ist und Ihren vollständigen Namen und Adresse enthält.

Wenn Sie mit einer Kreditkarte oder Debitkarte auf Ihr Konto eingezahlt haben, reichen Sie bitte auch Folgendes ein:

  • Zahlungsnachweis:
    Bitte reichen Sie die Vorder- und Rückseite der Kreditkarte oder Debitkarte ein, die für die Einzahlung genutzt wurde. Zu Ihrer eigenen Sicherheit decken Sie bitte auf der Vorderseite alle Nummern außer den letzten 4 ab, und auf der Rückseite den Bestätigungscode, so dass die Unterschrift noch sichtbar ist. *Bitte beachten Sie: Wenn Sie eine Einzahlung mit der Karte von jemand anderem vorgenommen haben, müssen Sie auch einen Identitätsnachweis und Wohnsitznachweis für den Karteninhaber einreichen.
  • Transaktionsgenehmigungsformular:
    Wir brauchen zudem ein „Declaration of Deposit“ (DOD) Formular von Ihnen. Bitte drucken Sie das Formular aus, tragen Sie die benötigten Informationen ein und unterschreiben Sie es. Sie können es dann fotografieren oder einscannen. Beachten Sie, dass Sie mit Ihrem Namen neben jeder aufgezeichneten Transaktion sowie am Ende der Seite unterschreiben müssen.

Alle Unterlagen müssen lesbar, in Farbe und unbeschnitten sein, oder sie werden nicht akzeptiert. Sie können Ihre Unterlagen per E-Mail einreichen oder über Ihren Account hochladen. Bitte beachten Sie, dass, wenn die benötigten Unterlagen nicht innerhalb von 14 Werktagen eingereicht werden, Ihr Account geblockt wird und sie nicht weiter traden können.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte unseren Kundendienst per E-Mail unter support@tradetoro.com.